Heute

Der Kanu- und Freizeitclub Markranstädt ist Mitglied im Deutschen und im Sächsischen Kanuverband sowie im Landessportbund Sachsen.

Ziel des Vereines ist lt. Satzung die Pflege und Förderung des Kanurennsports sowie "...den Sport in seiner Gesamtheit zu fördern und auszubreiten und Kindern, Jugendlichen, und Familien eine Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen."

Heute hat der KFC etwa 110 Mitglieder, von denen 40 zwischen 7 und 18 Jahre alt sind. Die Mitglieder verteilen sich auf die Gebiete Kanurennsport, Kanutouristik, Freizeitfußball und Volleyball. Ehrenamtliche Trainer und Übungsleiter ab 18 Jahren kümmern sich in den Trainingsgruppen um Spaß und Erfolg ihrer Sportler.

Die Höhepunkte der Saison sind zweifelsohne die Regatten, bei denen am Wettkampfort gezeltet wird. Die meisten Regatten beanspruchen ein komplettes Wochenende, wobei aber nicht nur der Erfolg, sondern auch Spaß und Teamgeist einen hohen Stellenwert haben

Damals

Die Wurzeln des Kanu- und Freizeitclub Markranstädt liegen im Jahr 1968, als sich eine Gruppe von Kanuwanderern aus Markranstädt und Leipzig am damaligen Tagebau bei Markranstädt zusammenfand. 1970 wurde dieser Tagebau geflutet, und der Kulkwitzer See entstand. Ab 1972 wird in freiwilliger Arbeit ein Gebäude, das zu Zeiten des Tagebaubetriebes als Lokschuppen und Werkstatt diente, rekonstruiert. Nach der Bootshausweihe 1974 wurde die Sektion "Kanu" der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Turbine Markranstädt gebildet, deren Trägerbetrieb der VEB Orsta-Hydraulik war. Zu dieser Zeit wird auch der Kanurennsport im Bootshaus heimisch. In der Folgezeit können sich die Markranstädter fest in der Spitze des Kanusports im Bezirk Leipzig etablieren. Das Bootshaus erhält den Status "Trainingszentrum". Jährlich werden die besten Sportler zur Kinder- und Jugendsportschule und damit zum SC DHfK Leipzig delegiert. 1987 wird mit Steffen Kühnert ein "Kind des Vereines" in Belgrad Vize-Weltmeister im CII. 1990 benennt sich die BSG Turbine Markranstädt in Spiel- und Sportverein (SSV) Markranstädt um. Zwei Jahre später tritt die Sektion Kanu mit dem Ziel der Gründung eines eigenständigen Vereins aus dem SSV Markranstädt aus. So wird am 9. August der Kanu- und Freizeitclub Markranstädt ins Leben gerufen.

Historische Erfolge: Der Juniorenweltmeistertitel von Andre Kowalschek (2003) und der Vizeweltmeistertitel von Steffen Kühnert (1987) stellen zweifelsohne die bisher größten Erfolge des Vereins dar. Sportler, die dem KFC (SSV, BSG Turbine) angehören oder angehört hatten, kamen außerdem zu vielen deutschen und DDR-Meistertiteln. Genannt seien stellvertretend die Namen von André Gapp, Sabine Meyer, Holger Brummer, Stephan Riedel oder Marina Schuck.

Der Kulkwitzer See vor seiner Flutung Ende der 60er Jahre.